KOMMA  |  Kommunikation mit Angehörigen
KOMMA  |  Kommunikation mit Angehörigen
 

Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse

(Institutsdirektor, Institut für Gerontologie, Ruprecht- Karls- Universität, Heidelberg) 

 

Auszüge aus dem Grußwort zum Fachtag

 

„…Ich möchte der Hospizbewegung Düren-Jülich e.V. sehr herzlich zu dem erfolgreichen Abschluss des Projekts KOMMA – Kommunikation mit Angehörigen schwerkranker und sterbender Menschen gratulieren. Mich beeindruckt dieses Projekt nicht nur ob seiner Methode und seiner Ergebnisse, sondern auch ob seiner grundlegenden Orientierung: sich nämlich nicht alleine auf schwer kranke und sterbende Menschen zu konzentrieren, sondern auch ihren Angehörigen Aufmerksamkeit und Zeit zu widmen und in das Beratungs- bzw. Begleitungskonzept grundsätzlich auch pflegende Angehörigeeinzubeziehen.

Es handelt sich hier um eine ‚alte‘, im Jahre 1969 von Elisabeth Kübler-Ross erhobene Forderung, die bislang jedoch kaum umgesetzt wurde. Das Projekt KOMMA hat dankenswerterweise diese Beratungs- und Begleitungslücke geschlossen und trägt damit dazu bei, dass Leitbilder einer fachlich und ethisch anspruchsvollen Hospizarbeit verwirklicht werden können: für die Hospizarbeit ein sehr bedeutender Gewinn!

Es ist dies nicht nur ein Beitrag zur Fortentwicklung der Hospizkultur, nein, es ist auch ein Beitrag zur Erhaltung einer lebendigen Demokratie. Denn diese lebt von dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger inSorgestrukturen…“

Prof. Dr. Winfried Hardinghaus

(Vorsitzender des DHPV)

 

 

Schwerstkranke und sterbende Menschen benötigen in der letzten Lebensphase Zuwendung und Unterstützung – das gilt für die Betroffenen, das gilt aber auch für deren Familien, die An- und Zugehörigen. Das Projekt KOMMA stellt gerade die Sorgen, Ängste, Wünsche und Notwendigkeiten der Nächsten ins Zentrum der hospizlichen und palliativen Arbeit und unterstützt damit ein Kernanliegen des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands. KOMMA fragt strukturiert ab, was An- und Zugehörige brauchen, um den Wunsch der Betroffenen, bis zum Lebensende in den eigenen vier Wänden zu verbleiben, auch mittragen zu können, ohne selbst überfordert und überlastet zu werden. KOMMA nimmt sich damit einer hospizlichen Selbstverständlichkeit an, dies aber systematisch und übertragbar. Es ist aus Sicht des DHPV absolut wünschens- und unterstützenswert, diesen Ansatz auch über die Grenzen NRWs hinaus bekannt zu machen und zu implementieren.

Prof.Dr. phil. habil. Hartmut Remmers  

(Universität Osnabrück, Fachbereich Humanwissenschaften, Fachgebiet Pflegewissenschaft)

 

 

Auszüge aus dem Vortrag zum Fachtag

 

„..Im Vergleich mit onkologischen Einrichtungen, in denen etliche Studien durchgeführt wurden, kommt es in palliativen und hospizlichen Einrichtungen, vor allem bei der häuslichen Versorgung zu einer Verdichtung partnerschaftlicher Beziehungen. Damit Angehörige oder Lebenspartner als primäre Unterstützungsressource tatsächlich die ihnen zufallenden Aufgaben erfüllen können, müssen sie gut informiert sein. Dabei ist aber darauf zu achten, dass die Einbeziehung von Familienangehörigen oder Freunden nicht rein instrumentell erfolgt. Familienangehörige sollten in professionelle Handlungsroutinen nicht ersatzweise eingebunden werden, wie mein Kollege Andreas Büscher betont. Die aktive Einbindung in den Versorgungsprozess hat fähigkeits- und bedürfnisorientiert zu erfolgen. Diese Einbindung setzt aber auch voraus, dass gleichzeitig Möglichkeiten der Entlastung von Angehörigen gegeben sind…“

Hier schließt das KOMMA- Projekt eine bisherige Lücke in der Weiterentwicklung von Hospiz- und Palliativversorgung  dienlich ist.

Der KOMMA-Bogen aus Sicht der Angehörigen

 

 „Ich habe viele meiner Probleme wiedergefunden (…) meine Bedürfnisse wurden sehr gut widergespiegelt.“ 

 

 „Sie sind ja in dieser Situation ziemlich angespannt ... und eigentlich ziemlich orientierungslos und dann hilft dieser Bogen sehr wohl, weil er Struktur gibt, ja, er führt dann Ihre Gedanken und Sie können dann auch Einzelfragen beantworten...das find ich schon, dass das hilfreich ist, in einem freien Gespräch kann das vielleicht auch gelingen, aber mit einem Fragenbogen, glaube ich, haben sie mehr Struktur.“  

Mutiplikatorinnen 

 

„Wir haben schon immer Angehörigenarbeit gemacht, aber sie ist jetzt systematisch und es macht es einfacher Dinge anzusprechen“

Fördergeber

Initiative „Pflege inklusiv”

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